Rei Nakamura | Klavier


Einführung in das Werk mit Rei Nakamura und Lydia Jeschke, SWR

John Cage III
aus: Etudes Australes (1974–75)

John Cage VIII
aus: Etudes Australes (1974–75)

John Cage XV
aus: Etudes Australes (1974–75)

John Cage XXIII
aus: Etudes Australes (1974–75)

John Cage XXVII
aus: Etudes Australes (1974–75)

John Cage XXXII
aus: Etudes Australes (1974–75)

Zum Konzert findet am 2. Mai ein Live-Chat auf der facebook-Seite von Rei Nakamura / Pianistin statt: https://www.facebook.com/Rei-Nakamura-Pianistin-106930174338063


Eine Aufnahme aus dem Schlossbergsaal des SWR Experimentalstudio Freiburg. Wir danken dem Planetarium Freiburg für die zur Verfügung gestellten Sternbilder. Produziert mit "Stellarium" Astronomiesoftware.

ACHT BRÜCKEN


Wohl keinem Komponisten kommt man mit metaphorischen Analogien zur Astrophysik näher als diesem John Cage. Sein Werk umfasst das gesamte Klanguniversum, vom Kleinsten zum Größten, vom akustischen Vakuum in »4:33«, wo er noch im kompositorisch leeren Raum spontane Klangfluktuationen feststellt, bis an die Grenzen der Zeit in seinem Orgelwerk »ORGAN²/ASLSP«, das gerade in Halberstadt in einer Aufführung von 639-jähriger Dauer zu hören ist.
Cages »Etudes Australes« dringen weit in den Raum vor, bis in die Tiefen des Universums, und das auf denkbar sinnfällige und verblüffend unmittelbare Weise. Die Partitur basiert auf Karten aus einem Sternenatlas. Die Positionen der Himmelskörper bestimmen das Notenbild. Musikalisch bleiben die einzelnen Stimmen ohne rhythmischen, melodischen oder harmonischen Bezug. Eine außergewöhnliche Herausforderung für den Hörer, aber weit mehr noch für die junge Pianistin Rei Nakamura, von der eine vollkommene Unabhängigkeit in der Bewegung beider Hände verlangt wird.