Jamil Attar | Tanz-Mime
Emmanuelle Grach | Tanz-Mime

WDR Sinfonieorchester
Titus Engel | Leitung


Karlheinz Stockhausen
INORI Nr. 38 (1973–74)
Anbetungen für einen oder zwei Solisten und großes Orchester

Ort: Konzertsaal

keine Pause | Ende gegen 21:30

Das Konzert im Radio: Live, WDR 3 Konzert


19:00 Uhr, : Einführung in das Konzert


Westdeutscher Rundfunk

Zu diesem Konzert findet eine Begleitveranstaltung statt:

» 09.05.2020, 14:00 Uhr, Hochschule für Musik und Tanz Köln


Die Zahl 13 gilt vielen als Unglückszahl, zumal wenn sie ein Datum ist, das auf einen Freitag fällt. Die Dreizehn ist aber auch eine heilige Zahl. So werden etwa im alttestamentarischen Buch Exodus 13 Merkmale Gottes beschrieben. Für seine Komposition »INORI« (1973/74) kreiert Karlheinz Stockhausen ganz bewusst eine musikalische Textur, die aus einer dreizehntönigen Formel entwickelt ist: 13 Tonhöhen, 13 Tondauern, 13 Tempi, 13 Lautstärken, 13 Klangfarben. Diese sonoren Grundeigenschaften sind in »INORI« (japanisch = Gebet, Anrufung, Anbetung) verknüpft mit verschiedenen Gesten des Betens aus unterschiedlichsten Kulturen. So entspricht eine Geste mit geschlossenen Händen in der Nähe des Herzens hier musikalisch dem mittleren Ton g im pianissimo und der längsten Dauer. Alles Sicht- und Hörbare bildet hier eine Einheit, das eine bedingt stets das andere. Alle seine Werke verstand Karlheinz Stockhausen stets als eine geistig-geistliche Musik, die zum Übermenschlichen führt, zum Kosmos, zu Gott. In der Fassung für zwei Solisten und Orchester ist »INORI« nur selten zu erleben.