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Lennard Schubert | Klangregie


Karlheinz Stockhausen FREITAGS-GRUSS
aus: FREITAG aus LICHT (1991-94)

keine Pause | Ende gegen 23:10


Gefördert von der Kunststiftung NRW

ACHT BRÜCKEN


Wer seinen Platz im Theater am Tanzbrunnen beibehält, gelangt von der akustischen Astrophysik des Gérard Grisey unmittelbar in die Metaphysik von Karlheinz Stockhausen – aus den Tiefen der Raumzeit in die mythischen Höhen aus »LICHT«, dem monumentalen 29-stündigen Opernzyklus zur Feier des Tages, eines jeden Tages, vom Montag bis zum Sonntag.
Gespielt wird hier der mit »Weltraum« geradezu programmatisch untertitelte »FREITAGS-GRUSS«, ein Stück rein elektronischer Musik, das der szenischen Opernhandlung zum 5. Tag der Woche als Vorspiel vorangestellt ist. Allein anhand eines so kurzen Ausschnitts der komplexen, vielfach verschlüsselten Gesamtstruktur dieses Mammutwerks und des ihm zugrundeliegenden Gedankengebäudes auf die Spur zu kommen, dürfte schlicht unmöglich sein. Aber – wie immer bei Stockhausen – wird man aus jedem Winkel seiner Kompositionen erfasst vom alles durchdringenden spirituellen Atem seiner raumgreifenden, All-umfassenden Musikalität. Einfach über-sinnlich.