ON Allstars
Sarah Heemann | Flöte
Daniel Agi | Flöte
Heni Hyunjung Kim | Klarinette
Christina Fuchs | Bassklarinette
Raik Weidemann | Altsaxophon
Alexandar Hadjiev | Fagott
Paul Hübner | Trompete
Udo Moll | Trompete
Matthias Schuller | Posaune
Anna Neubert | Violine
Milena Schuster | Violine
Pauline Buss | Viola
Annegret Mayer-Lindenberg | Viola
Anne Krickeberg | Violoncello
Marie Schmit | Violoncello
Niklas Seidl | Violoncello
Rebekka Stephan | Violoncello
Alberto Carnevale Ricci | Klavier
Claudia Chan | Klavier
Dorothee Haddenbruch | Klavier
Daniel Lorenzo | Klavier
Felix Knoblauch | Klavier
Gregor Schwellenbach | Klavier
Martin von der Heydt | Klavier
Jovita Zähl | Klavier
Ma, Sabrina | Schlagzeug
Arturo Portugal | Schlagzeug
Jens Ruland | Schlagzeug
Dominik Susteck | Orgel
Florian Stadler | Akkordeon

Susanne Blumenthal | Dirigentin


Dominik Susteck
Weltraumschrott (2020)
für Orgel und Ensemble
Kompositionsauftrag von ACHT BRÜCKEN | Musik für Köln
Uraufführung

John Cage
Atlas Eclipticalis (1961–62)
für 1 - 86 Instrumentalstimmen mit Live-Elektronik ad lib.

John Cage
Winter Music (1957)
für 1-20 Klaviere

Die beiden Werke von John Cage werden gemäß dem Komponisten simultan gespielt.

keine Pause | Ende gegen 21:10


Gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen

ACHT BRÜCKEN


Der tschechische Astronom Antonín Bečvář veröffentlicht 1958 die Sternkartensammlung »Atlas Eclipticalis 1950.0«. Fasziniert von den grafischen Konstellationen der Gestirne legt Cage die Karten auf Transparentpapiere und deutet manche der stellaren Positionen zu Notenzeichen um. Andere kompositorische Entscheidungen trifft der New Yorker mittels des ihm wohlvertrauten Zufallsgenerators aus dem altchinesischen Orakelbuch »I Ging«. Es entsteht ein Orchesterstück mit bis zu 86 einzelnen Stimmen, für alle Instrumente eines Sinfonieorchesters.
Sie können beliebig miteinander kombiniert werden: in jeglicher Besetzungsgröße, mit oder ohne elektronische Verstärkung, mit oder ohne Dirigenten. Alle für die musikalische Realisation nötigen Mitteilungen sind grafisch notiert – Höhe, Dauer und Lautstärke der Klänge – ; aber die Tonproduktion soll niemals ungewöhnlich sein. Zudem kann die Aufführung von »Atlas Eclipticalis« gleichzeitig mit Cages Klavierstück »Winter Music« (1957) stattfinden. Ein ebenfalls in der Umsetzung sehr frei gestaltbares, offenes Werk. Für die Interpreten – 1 bis 20 Pianisten – eine Kunst der Kombinatorik und des Loslassens. Für beide Kompositionen – ob separat oder synchron gespielt – gilt, dass es keine Gedanken oder Gefühle von Cage enthalte. »Es sind bloß Klänge«, sagt er; Klänge wie Sterne.