Slagwerk Den Haag
Lodewijk Bles | Schlagwerk
Jonathan Bonny | Schlagwerk
Ryoko Imai | Schlagwerk
Antoine Josselin | Schlagwerk
Enric Monfort | Schlagwerk
Fedor Teunisse | Schlagwerk

Lennard Schubert | Klangregie


Gérard Grisey
Le noir de l'étoile (1989–90)
für sechs Schlagzeuger, Tonband und zugespielte sonifizierte astronomische Signale

keine Pause | Ende gegen 21:00


Gefördert von der Kunststiftung NRW

ACHT BRÜCKEN


Mit »Le noir de l‘étoile« trat der 1998 so früh verstorbene Franzose Gérard Grisey in einen unmittelbaren Kontakt mit den Weiten des Weltalls. Die Frequenzen zweier Pulsare, mit extrem hoher Geschwindigkeit rotierende Neutronensterne, geben den Takt vor, zugespielt im sechskanaligen Surround-Sound, auf den das sechsköpfige Slagwerk Den Haag sich und das Publikum im Theater am Tanzbrunnen zu einer spektakulären Percussion-Performance eingroovt.
Viel freier Raum findet sich in Griseys Komposition, im Wechsel mit hochverdichteten Klangballungen, die in der Notation nahezu schwarze Flächen in der Partitur hinterlassen und so dem Werk zu seinem Namen verholfen haben. Die Musiker bespielen das Rund der Theaterarena aus je unterschiedlichem Winkel, ausgerichtet auf das Auditorium in der Mitte des Saales wie auf ein irdisches Gravitationszentrum. Doch über die Bindung an das kosmische Metronom wird das hoch virtuose Stück zu einem – auch im wörtlichen Sinn – extraterrestrischen Erlebnis.