Sarah Aristidou | Sopran
Holger Falk | Bariton
Romain Bischoff | Bariton
Geneviève Strosser | Viola
Christian Dierstein | Schlagzeug

SWR Vokalensemble

Asko|Schönberg
Bas Wiegers | Dirigent


Georges Aperghis
Die Hamletmaschine-Oratorio (1999–2000)
für fünf Solisten, gemischten Chor und 16 Musiker

keine Pause | Ende gegen 22:00

Das Konzert im Radio und als Livestream: 20:04 Uhr auf WDR3 und WDR3.de


20:00 Uhr, Empore :


Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes

ACHT BRÜCKEN


Heiner Müllers Hamletmaschine ist mehr dramatisches Gedicht als Drama, hoch konzentriert und schon in der Sprache kraftvoll musikalisch. Eine Vertonung lag da nahe - und war doch kaum vorstellbar. Das epochale Theaterstück hat es in sich. Über Shakespeare hinaus reicht der Verweis weit in antike Schicksalswelten und ihre archetypischen Konflikte und von dort wieder zurück auf die Gesellschaft der späten DDR und weiter noch und grundsätzlicher auf die Stellung des zaudernden, »von des Gedankens Blässe angekränkelt[en]« Künstlers in einer komplexen, widersprüchlichen Gegenwart. Wie soll man ein derart prägnantes und vielschichtiges Stück Literatur in Musik fassen? Georges Aperghis gibt eine überzeugende Antwort.