Mitwirkende

consord
Pavel Tseliapniou | flute
Tamon Yashima | Oboe
Robert Beck | clarinet
Ronan Whittern | bassoon
Enrico Taubmann | Saxophon
Norbert Fabritius | trumpet
Vsevolod Mititello | horn
Ferdinand Frey | Posaune
Jan Termath | Tuba
Gereon Voß | Schlagwerk
Felix Feßke | Schlagwerk
Deborah Rawlings | piano
Stephan Wolke | electric guitar
Constantin Herzog | double bass
Lautaro Mura Fuentealba | Dirigent

Programm

Elnaz Seyedi
frames 1 (2019)
für Flöte, Oboe, Klarinette, Fagott, Saxophon, Horn, Trompete, Posaune, Tuba, zwei Schlagzeuger, E-Gitarre, Klavier und Kontrabass

Giacinto Scelsi
Riti: I funerali d'Alessandro Magno (1962)
für fünf Instrumente

Joanna Wozny
dià / trans (2021)
für Ensemble

Enno Poppe
Scherben (2000/2008)
für Ensemble
Züricher Version


No intermission | Estimated end at 12:00


​Gefördert durch die Kunststiftung NRW


ACHT BRÜCKEN

Divergent ist das Programm des 2016 begründeten Münsteraner Ensembles consord bei ihrem Auftritt in der Kölner Philharmonie. »frames 1« der im iranischen Teheran gebürtigen Elnaz Seyedi verfugt dynamisch aufwallende Klangverläufe mit Phasen der Stille zu einem fortlaufenden Fries separater Klangbilder. 

Zu einer Art assoziativem Vexierspiel verarbeitet die in Österreich lebende Polin Joanna Wozny Klangmaterialien unterschiedlicher Struktur und Substanz. Und dann ist da noch – abschließend, aber keinesfalls zuletzt – der Italiener Giacinto Scelsi, der große Solitär und Klangbeschwörer der jüngeren Musikgeschichte, ein erratischer Monolith in den mäandernden Stilströmungen der europäischen Avantgarde des letzten Jahrhunderts.

Wie passt das alles zusammen? Sind das Puzzleteile, die im Zusammenklang ein geordnetes Bild ergeben? Geradezu programmatisch erscheint da der Konzertauftakt mit Enno Poppes »Scherben«, ein Stück, das in einzelne Splitter unterschiedlicher Klangfarben, Konturen und Texturen zerfällt. Es ist am Hörer, die Fragmente zu einem geschlossenen Ganzen zu (re)kombinieren.