Mitwirkende

NK Ensemble
Gülşah Sönmez | Gesang
Nermin Kaygusuz | Kemençe
Miase Bayramoğlu Örümlü | Ney
Ali Başeğmezler | Viola
Gözde Yaşar | Violoncello
Orhun Orhon | Dirigent

Programm

Onur Türkmen – A Transcendent Journey

Onur Türkmen
Hat (2018)
für Kemençe

Onur Türkmen
Hat (2018)
für Ney

Onur Türkmen
Terennüm I (2022)
für Gesang und Kemençe

Onur Türkmen
Terennüm II (2022)
für Gesang & Kemençe

Onur Türkmen
Bir Güneş (2013–22)
Gedicht von Yunus Emre
aus: Havuz
für Gesang, Kemençe, Ney, Viola, Violoncello (Viola da Gamba)

Onur Türkmen
Hüsn'ü Aşk (2013–22)
Gedicht von Şeyh Galip
aus: Havuz
für Gesang, Kemençe, Ney, Viola, Violoncello (Viola da Gamba)

Improvisationen für Ensemble

Onur Türkmen
Havuz (2013–22)
aus: Havuz
für Gesang, Kemençe, Ney, Viola, Violoncello (Viola da Gamba)

Onur Türkmen
Mukaddime (2013–22)
Gedicht von Ahmet Haşim
aus: Havuz
für Gesang, Kemençe, Ney, Viola, Violoncello (Viola da Gamba)

Onur Türkmen
Hat
für Ney und Cello

Onur Türkmen
Mavi (2013–22)
aus: Havuz
für Gesang, Kemençe, Ney, Viola, Violoncello (Viola da Gamba)


Keine Pause | Ende gegen 15:00


Gefördert durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW 

Unterstützt durch das Yunus Emre Enstitüsü


ACHT BRÜCKEN

Manchmal bewegt uns Musik so, dass wir ihre Wirkung nicht wirklich beschreiben können. Was hat Musik eigentlich mit uns Menschen zu tun? Eine Kultur wird von uns gemacht, um etwas zutiefst Menschliches in einem kreativen Akt real werden zu lassen. 

Wir wollen unserer Begegnung mit der Welt Ausdruck verleihen und anderen davon erzählen, um uns als Individuen in einer gemeinsamen Welterfahrung verbunden zu fühlen. Eine musikalische Kultur kreiert in diesem Sinne Frequenzen, Töne und Klänge, um geteilten Emotionen unteren psychischen Ordnungen eine klingende Form zu geben. Wenn dann die so gewordene Klang-Kultur festgehalten und ihr ein geographischer Ort fest zugeschrieben wird, könnte das gemeinsame Menschliche im Hintergrund der Klänge vergessen werden. Was mit der Zeit übrig bleibt, ist eine kulturelle Hülle, ein Kleid in seiner geordneten Stofflichkeit. Der lebendige fühlende Mensch, der das Kleid angezogen hat, verschwindet aber allmählich und die Gemeinsamkeiten mit der inneren Welt verblassen.

Wie können wir diese rigiden Perspektiven auf musikalische Kulturen wieder lebendig machen? Wie können wir über die gewohnten kulturellen Erzeugnisse schweben, um ihr Innerstes besser zu sehen und ihre menschliche Aussage deutlicher zu spüren?

Onur Türkmen ist einer der wenigen, der sich schon seit langer Zeit komponierend, tiefgehend und bahnbrechend mit der Überwindung der engen Kulturalität in der Musik befasst. Losgelöst von kulturellen Assoziationen, erforscht er die Makams und erschafft »Rituelle Dramen«, wie er sie nennt, und verbindet so in seinen Werken auf beeindruckende Weise Poesie und Ritual