Mitwirkende

ensemble mosaik
Kristjana Helgadóttir | Flöte
Simon Strasser | Oboe
Christian Vogel | Klarinette
Martin Losert | Saxophon
Roland Neffe | Schlagzeug
Ernst Surberg | Keyboard
Benjamin Kobler | Keyboard
Adrian Pereyra | E-Gitarre
Chatschatur Kanajan | Violine, Dirigent
Sarah Saviet | Violine
Karen Lorenz | Viola
Mathis Mayr | Violoncello
Niklas Seidl | Violoncello
Arne Vierck | Klangregie

Programm

Liisa Hirsch
Soluted Harmonics (2021)
für Flöte, Oboe, Klarinette, Saxophon, Schlagwerk, Synthesizer, Violine, Viola, Violoncello

Catherine Lamb
overlays transparent/opaque (2013/2022)
für Flöte, Bassklarinette, Synthesizer, Viola und zwei Violoncelli

Pause

Enno Poppe
Rad (2003)
für zwei Keyboards

Enno Poppe
Fleisch (2017)
für Saxophon, E-Gitarre, Keyboard und Schlagwerk


Pause gegen 16:45 | Ende gegen 17:45


​Gefördert durch die Kunststiftung NRW


ACHT BRÜCKEN

Dem Ton Raum geben. Ihn aufblühen lassen in seinen feinsten Schattierungen und Schichtungen, ohne ihm einen Inhalt aufzubürden, eine Gestalt oder ein Volumen vorzu geben. So könnte ein Konzept lauten, auf das sich Liisa Hirsch, Catherine Lamb und Enno Poppe verständigen.

Die Estin Liisa Hirsch hat sich sowohl als Konzert- wie auch als Film- und Theaterkomponistin profiliert. Sie weiß die genuinen dramatischen Implikationen zu handhaben, die Klangbildern innewohnen. 

Ihre US-amerikanische Kollegin Catherine Lamb, 2020 Laureatin des renommierten Ernst von Siemens Förderpreis Komposition, lässt sich von der Phänomenologie des Klanges inspirieren, seiner physikalischen Struktur, seinen Frequenzen und Interferenzen. Sie arbeitet mit akustischen Elementarteilchen, lässt sie miteinander reagieren, sich zu neuer Klangmaterie anlagern, statt mit vorgefertigten Stilfiguren zu hantieren. 

Gerade solche Stilfiguren macht sich hingegen »Fleisch« zum Thema. In kurzen Phrasen lässt Enno Poppe hier den Gestus von Funk und Rock-Musik aufpoppen, bis die Gebrauchsspuren der Musik, die Etiketten, die daran haften, eine eigene sinnliche Qualität entwickeln – Musik, die sich selbst zum Inhalt hat.