Zohar Fresco | Rahmentrommel, Komposition, Arrangements
V Suresh | Ghatam
Misirli Ahmet | Darbuka
Christian Thomé | Percussion, Elektronik
Mariana Sadovska | Stimme, Komposition
Paras Nath | Bansuri
Stefan Barth | Klarinette, Bassklarinette

Hezarfen Ensemble
Cem Önertürk | Flöte
Özcan Ulucan | Violine
Ulrich Mertin | Viola
Gökhan Bağcı | Violoncello

Sebastian Gramss | Kontrabass, Arrangements
Koray Berat Sari | Baglama
Laurenz Gemmer | Klavier, Elektronik
Photini Meletiadis | Tanz, Choreographie
Ahmed Khemis | Tanz, Choreographie
Julius Gaß | Klangregie
Hans Neuhoff | Konzeption und Gesamtleitung


Trommelsprachen – Languages of Drums

Michael Ellison
Interludes (2017)
Kompositionsauftrag von ACHT BRÜCKEN | Musik für Köln, gefördert durch die Ernst von Siemens Musikstiftung
Uraufführung

keine Pause | Ende gegen 22:30

Das Konzert wird vom WDR aufgezeichnet und im Rahmen des ARD Radiofestivals von allen Kulturradios der ARD ausgestrahlt. Der Sendetermin wird später bekannt gegeben.


Gefördert durch das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen und unterstützt durch das Yunus Emre Enstitüsü. Medienpartner Jazz thing

ACHT BRÜCKEN


Trommelsprachen – dieser Ausdruck kann zweierlei bedeuten. Zum einen das Nachahmen von Schlägen oder Schlagfolgen mit der Stimme – ein Beispiel ist die Silbenrezitation, die in der südindischen Percussion-Kunst das Erlernen von Rhythmen erleichtert. Zum anderen haben die Trommelkulturen der Welt über viele Jahrhunderte ihre eigenen Vorstellungen von Rhythmus und Takt entwickelt und dadurch fast schon den Charakter von Sprachen angenommen. Sie sind Systeme der Verständigung, selbst ohne konkrete Bedeutungen. Weltmusik-Experte Hans Neuhoff hat vier herausragende Percussion-Musiker aus Tel Aviv, Chennai (Madras), Istanbul und Köln eingeladen, ihre Trommelsprachen in eine teils komponierte, teils improvisierte Suite von acht Charakterstücken einzubringen. Dabei treten die Percussion-Spieler auch in vielfältige Interaktion mit Gesang, Instrumentalmusik und elektronischen Klängen – und evozieren darüber hinaus die Bewegungssprache der Tänzer auf der Bühne. Der amerikanische Komponist Michael Ellison hat mit auskomponierten Übergängen und Zwischenspielen für diese Ereignisse sowohl Verbindungen als auch einen Rahmen geschaffen.