Klangforum Wien


Terry Riley
the room of remembrance (1987)
Bearbeitung: Wilker / Preinfalk (2022)


Ende gegen 12:30


​ACHT BRÜCKEN Lunch wird ermöglicht durch Otto Fuchs Schüco.


ACHT BRÜCKEN

Über »verschiedene Stadien der Berauschung […] die Grenzen von Bewusstsein und Amnesie umspielen« ist das Ziel eines Konzertprojekts des Klangforums Wien. Klingt verheißungsvoll! Könnte aber auch eine gewisse Skepsis wecken. Was geht denn da wohl ab? Bevor man sich am Abend den Gästen aus Österreich – dem antiken Vorbild entsprechend – zu einem insgesamt 5-stündigen »Symposion»« anvertraut, darf man vorab eine Kostprobe nehmen. Nicht vom Wein natürlich, das wäre deutlich verfrüht zur Lunch-Time, aber von der keinesfalls weniger berauschenden Musik. Darauf gibt Terry Rileys halbstündiges Ensemblestück einen durchaus exemplarischen Vorgeschmack. Riley ist ein Pionier der als Minimalismus bekannt gewordenen Strömung in der US-amerikanischen Gegenwartsmusik. Sein »the room of remembrance« klingt wie eine Mischung aus musikalischem Mandala, romantischen Kantilenen und Spieluhrästhetik. Ein anregender Aperitif, von komplexer Rezeptur, volltönig über alle Geschmacksnoten und von beachtlichem Rauschfaktor. Mehr davon im Abendprogramm!