SONIC.ART SAXOPHONQUARTETT
ADRIAN TULLY | Sopransaxophon
ALEXANDER DOROSHKEVICH | Altsaxophon
CLAUDIA MEURES | Tenorsaxophon
ANNEGRET TULLY | Baritonsaxophon
WDR RUNDFUNKCHOR
NICOLAS FINK | Dirigent


Peter Eötvös
Drei Madrigalkomödien
für 12-stimmigen Chor a cappella. Ausgewählte Texte aus Madrigalen Carlo Gesualdos und deutschem Minnesang

Gordon Kampe
Gespenster und Fahnen
für achtstimmigen gemischten Chor und Zuspielungen
Kompositionsauftrag von ACHT BRÜCKEN | Musik für Köln
Uraufführung

Gordon Kampe
Zehn Symphonien
für Saxophonquartett

Lera Auerbach
Galgenlieder
für Saxophonquartett und Frauenchor nach Gedichten von Christian Morgenstern
(Auswahl)

Lera Auerbach
III. Geburtsakt der Philosophie
aus: Galgenlieder
für Saxophonquartett und Frauenchor nach Gedichten von Christian Morgenstern

Lera Auerbach
IV. Zwischenspiel 1
aus: Galgenlieder
für Saxophonquartett und Frauenchor nach Gedichten von Christian Morgenstern

Lera Auerbach
V. Gespräch einer Hausschnecke mit sich selbst
aus: Galgenlieder
für Saxophonquartett und Frauenchor nach Gedichten von Christian Morgenstern

Lera Auerbach
VI. Zwischenspiel 2
aus: Galgenlieder
für Saxophonquartett und Frauenchor nach Gedichten von Christian Morgenstern

Lera Auerbach
VII. Fisches Nachtgesang (Thema und Variationen)
aus: Galgenlieder
für Saxophonquartett und Frauenchor nach Gedichten von Christian Morgenstern

Lera Auerbach
IX. Die Schildkrökröte
aus: Galgenlieder
für Saxophonquartett und Frauenchor nach Gedichten von Christian Morgenstern

Lera Auerbach
X. Zwischenspiel 3
aus: Galgenlieder
für Saxophonquartett und Frauenchor nach Gedichten von Christian Morgenstern

Lera Auerbach
XIII. Das Wasser
aus: Galgenlieder
für Saxophonquartett und Frauenchor nach Gedichten von Christian Morgenstern


keine Pause | Ende gegen 17:00


Westdeutscher Rundfunk

… »das einarmige Kreuz ohne Kopf mit der Basis über dem Winkel«, wie es der Dichter Christian Morgenstern so ironisch umständlich und mit makaber nüchterner Präzision beschrieben hat, ist wohl eines der verbreitetsten und allgemeinverständlichsten Ikone der Weltgeschichte. Ein Symbol der Völkerverständigung, konnte man zynisch anmerken, gilt doch das Erhängen als allezeit und allerorts probate Methode, jemanden vom Leben zum Tod zu befördern. Entsprechend makaber, drastisch und sarkastisch fallen Lera Auerbachs »Galgenlieder« nach Morgensterns gleichnamigem Gedichtzyklus
aus. Aber keinesfalls sollte man die Texte als programmatisches Statement zu den vorangehenden Uraufführungen missverstehen.
Hier hat der große Peter Eötvos immerhin »Drei Aphorismen« des romantischen Polemikers Heinrich
Heine in Klang gesetzt. Und auch »Gespenster und Fahnen« des scharfsichtigen (nicht nur) musikalischen Kolumnisten Gordon Kampe dürfte zu beherzten Denkanstößen führen. Galgenhumor vom sonic.art Saxophonquartett und dem WDR Rundfunkchor.


Das Konzert wird vom WDR für den Hörfunk aufgezeichnet. Der Sendetermin wird später bekannt gegeben.