Manuel Göttsching


Manuel Göttsching
E2-E4 (1981)
für Synthesizer, Drumcomputer, Gitarre


keine Pause | | Ende gegen 21:00


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​»E2-E4« zählt zu den zweifellos bedeutendsten Schachzügen der Musikgeschichte. Der Titel meint eine kurze Bewegung des Königsbauern, eine Standarderöffnung eigentlich, die dem Berliner Manuel Göttsching überraschend neue musikalische Spielräume verschafften. Von 1981 datiert das Stück für Gitarre, Synthesizer und Drumcomputer, ein einziger Track, seinerzeit noch auf zwei Seiten einer Vinyl-LP gepresst und seither unzählige Male variiert, zitiert, kopiert und remixt. Die selbstähnliche Wiederholung, ein universelles Strukturprinzip in der belebten wie unbelebten Natur, findet hier ihre ästhetische Entsprechung. Softe, einnehmende Grooves verbinden klassischen Minimalismus à la Steve Reich und Philip Glass mit Techno und Ambient. Göttsching, in den frühen 1970er Jahren Mitbegründer der deutschen Krautrockszene um Guru Guru, Tangerine Dream und sein eigenes Trio Ash Ra Tempel, war seinerzeit bereits eine bekannte Größe. Aber erst für »E2-E4« ernannte ihn der britische Guardian zum »Göttfather« der elektronischen Musik.