PHØNIX16


DRZAVA
Experimentalfilm für 8 Stimmen mit | ohne Verstärkung, Elektronik, Klarinette und Posaune

Timo Kreuser, Konzept und künstlerische Leitung

Musik von Vinko Globokar, SAT Stoicismo, SCH und Ivo Malec

Adnan Softic, Regie

Alice Hamann, Licht


Ende gegen 19:15


Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes


ACHT BRÜCKEN

»Država« – das Wort bedeutet in den südslawischen Sprachen so viel wie »Staat«. Man kann es mit dem gescheiterten jugoslawischen Gemeinwesen in Verbindung bringen oder, wie es das Berliner Vokalkollektiv PHONIX16 tut, eine »komponierte Klangaktion in staatsgründenden Dimensionen« danach benennen. Eine föderale Volksrepublik der Künste, die temporär statt territorial existiert – nämlich sobald und solange ihre Mitglieder sie durch künstlerischen Ausdruck proklamieren.


Innerhalb dieses utopisch-grenzenlosen Gebildes sind Arbeiten der Genres Industrial, Noise, Film und Comic Art unter anderem aus dem ehemaligen Jugoslawien zu erleben, Kompositionen für Instrumente und Elektronik, aber für menschliche Stimmen bearbeitet und mittels Klangfilterung, experimenteller Mikrofonierung und vielem mehr neu aufbereitet. Wie heißt es doch gleich im Manifest der Volksrepublik: »Alle Künste sind gleich. Ausdruck kann nicht realistisch sein, er ist real. Fehler gibt es nicht.«