Im Rahmen der ACHT BRÜCKEN Schreibschule wird Studierenden die Möglichkeit geboten, Grundlagen des journalistischen Schreibens über zeitgenössische Musik zu erwerben. In Seminaren, Vorlesungen und Übungen erhalten die Studierenden von Dozenten verschiedener Fachgebiete Einblicke in die zentralen Inhalte des Festivals sowie in unterschiedliche Bereiche des Musikjournalismus, eine Anleitung zum aufmerksamen Hören und werden konkret an zahlreiche Formate herangeführt (Konzertrezensionen, Interviews, Porträts, Kommentare, Glossen).
Mit ihren praktischen Übungen begleiten die Teilnehmer das Festivalprogramm mit Kritiken, Blogbeiträgen und Podcasts. Hierfür steht zum einen die Festivalwebsite mit eigenem Blog und Facebook-Seite zur Verfügung, zudem sollen die Arbeiten über die klassischen Medien der Öffentlichkeit nahegebracht werden.
Neben der allgemeinen Betrachtung des Hiatus zwischen Musik und Sprache spielt die Lektüre paradigmatischer Texte eine zentrale Rolle. In den gemeinsamen Besprechungen der Teilnehmer-Texte, im Rahmen derer die Studierenden ein schnelles und unmittelbares Feedback auf die eigene Arbeit bekommen, werden alltägliche Probleme und Grundlagen der journalistischen Praxis erörtert (Texteinstieg, Allgemeinverständlichkeit, gelungene Abrundung eines Textes, Schreiben unter Zeitdruck, Schreiben auf Länge, Kürzen des eigenen Textes, Kürzen und Redigieren von Fremdtexten, Überschriften).
Die Teilnehmer erhalten den Workshop kostenfrei sowie freien Zugang zu allen Konzerten in Form eines Festivalpasses. Zu Proben und sonstigen nicht öffentlichen Veranstaltungen im Rahmen des Festivals wird Zugang nach Absprache mit dem Festivalbüro bewilligt.
Hier stehen die Ausschreibungsunterlagen zum Download bereit.
Patrick Hahn, erster Preisträger des Reinhard Schulz-Preises für zeitgenössische Musikpublizistik, ist seit der Spielzeit 2011/12 Dramaturg an der Staatsoper Stuttgart. Als Autor und Moderator ist er u.a. für WDR 3, Deutschlandradio, NMZ und Beethovenhaus Bonn tätig und lehrt neben seiner Tätigkeit als Dramaturg 2013 an den Musikhochschulen von Stuttgart und Luzern.
Der Musikwissenschaftler und -journalist Björn Gottstein (Schwerpunkte Moderne, Avantgarde und elektronische Musik) moderiert regelmäßig Sendungen für den WDR und realisiert Musikfeatures für den BR, SWR, HR und Deutschlandradio Kultur. Er ist als Kritiker für die taz tätig und veröffentlicht Fachtexte und Rezensionen in der Neuen Zeitschrift für Musik, den MusikTexten sowie internationalen Publikationen. Lehrtätigkeiten führten ihn an die TU Berlin, die Darmstädter Ferienkurse für neue Musik und die Hochschule für Musik Basel.
01.05.2013 Sonntag 19:00 Uhr Foyer der Kölner Philharmonie
ACHT BRÜCKEN | Musik für Köln - Öffentlicher Vortrag im Rahmen der Schreibschule
Konzerteinführung
Robert HP Platz Komponist
02.05.2013 Sonntag 19:00 Uhr Foyer der Kölner Philharmonie
ACHT BRÜCKEN | Musik für Köln - Öffentlicher Vortrag im Rahmen der Schreibschule
Konzerteinführung
Tilmann Claus Universitätsprofessor Hochschule für Musik und Tanz Köln
Gemeinsam mit der Hochschule für Musik und Tanz Köln
05.05.2012 Sonntag 18:30 Uhr Foyer der Kölner Philharmonie
ACHT BRÜCKEN | Musik für Köln - Öffentlicher Vortrag im Rahmen der Schreibschule
Einführung in das Konzert und Präsentation der Ergebnisse des Schulprojektes CollAge
Stefan Fricke Journalist
Johannes S. Sistermanns Komponist
Schüler präsentieren Eigenkompositionen, die im Rahmen des Projekts CollAge mit dem Komponisten Johannes S. Sistermanns entstanden sind.
08.05.2013 Sonntag 19:00 Uhr Foyer der Kölner Philharmonie
ACHT BRÜCKEN | Musik für Köln - Öffentlicher Vortrag im Rahmen der Schreibschule
Konzerteinführung
Tobias Thomas Programmkurator c/o pop
12.05.2013 Sonntag 13:00 Uhr Foyer der Kölner Philharmonie
ACHT BRÜCKEN | Musik für Köln - Öffentlicher Vortrag im Rahmen der Schreibschule
Dr. Marcus Erbe Musikwissenschaftler Universität zu Köln
Brücken bauen:
Verbindungen zwischen Instrumentalklang und Elektronik bei Stockhausen und Xenakis
Mit dem legendär gewordenen GESANG DER JÜNGLINGE (1955-56) hat Karlheinz
Stockhausen erstmalig ein Kontinuum zwischen vokaler und elektronischer Klangwelt geschaffen. Gerade wegen dieser Koppelung fiel das Werk der zeitgenössischen Musikkritik zum Opfer, denn die apparative Verarbeitung des zum Heiligtum stilisierten Instrumentes Stimme galt vielen als inhuman. Indes vermochten derartige Vorbehalte die fortan zunehmende Annäherung vokalinstrumentaler und elektroakustischer Kompositionspraktiken nicht zu verhindern. Diesem Phänomen, das seit den 1960er Jahren unter dem Schlagwort der Live-Elektronik firmiert, geht der Vortrag am Beispiel von Stockhausens Mikrophonie I und II sowie seiner Mixtur nach. Daran anknüpfend gilt es – besonders im Hinblick auf das OEuvre von Iannis Xenakis –, vergleichend die
Frage nach dem instrumentalen Status realer Klangobjekte in reinen Tonbandstücken zu stellen. Signifikant hierbei ist, dass der Komponist im spielerischen Umgang mit tönenden Gegenständen zu seinem eigenen Interpreten wird – ein Umstand, der die Produktionsbedingungen artifizieller Musik nachhaltig verändert.