Quatuor Diotima
Yun-Peng Zhao | Violine
Constance Ronzatti | Violine
Franck Chevalier | Viola
Pierre Morlet | Violoncello


Bernd Alois Zimmermann
Streichquartett (1944–45)

György Ligeti
Streichquartett Nr. 1 (1953/54)
"Métamorphoses nocturnes"

Helmut Lachenmann
Streichquartett Nr. 2 (1989)
"Reigen seliger Geister"

Ort: Klaus-von-Bismarck-Saal

keine Pause | Ende gegen 16:10


Gefördert durch die Kunststiftung NRW

ACHT BRÜCKEN


Verschwommene, ineinander fließende Konturen, schwer greifbar, geheimnisvoll. Diesen Eindruck vermittelt in György Ligetis Streichquartett Nr.1 nicht erst die Musik, sondern schon der Titel »Métamorphoses nocturnes«. Dagegen kontrastieren bei Bernd Alois Zimmermann ganz klar inniger Gesang und neoklassische Spielmusik. Aber bilden die zwei frühen, erst 2008 in Köln uraufgeführten Sätze überhaupt ein abgeschlossenes, gültiges Werk, oder sind sie bloß Fragmente oder Studien? Helmut Lachenmanns Werke wiederum sind dafür bekannt, Traditionen radikal zu hinterfragen. In seinem Quartett Nr. 2 mit dem ironisch auf Gluck bezogenen Titel »Reigen seliger Geister« entsteht aus spukhaftem Rauschen und prasselndem Pizzicato eine seltsam verfremdete Klangwelt.